Stille Beteiligungen

Chancen und Risiken für Investoren

Die Anlageform der stillen Beteiligung stammt ursprünglich aus dem Bereich der klassischen Mittelstandsfinanzierung. Ein Investor, der
- aus welchen Gründen auch immer - kein eigenes Unternehmen gründen oder führen wollte, beteiligte sich durch Zahlung einer Einlage an dem Handelsgeschäft eines anderen. So erhielt der Geschäftsherr neues Kapital für seinen Geschäftsbetrieb und der Geldgeber die Aussicht auf eine Beteiligung an den späteren Erträgen des Unternehmens.

In den letzten Jahren hat sich die Bedeutung der stillen Gesellschaftsbeteiligung verändert. Inzwischen findet dieses Finanzierungsinstrument auch auf dem "Grauen Kapitalmarkt" Verbreitung. Immer häufiger wird die stille Beteiligung als Steuersparmodell und/oder Altersvorsorge auch Klein- und Kleinstanlegern empfohlen. Diesen ist allerdings häufig gar nicht bewusst, dass sie ihr Geld und damit auch alle Ertragschancen in die Hände eines ihnen unbekannten Geschäftsherren legen, dessen unternehmerische Fähigkeiten sie überhaupt nicht einschätzen können. In vielen Fällen werden die Anleger auch nicht davor gewarnt, dass diese besondere Konstellation unkalkulierbare Verlustrisiken nach sich zieht. Wegen ihres damit geradezu spekulativen Charakters ist die stille Beteiligung jedenfalls für die alleinige Absicherung der Altersvorsorge von vornherein vollkommen ungeeignet.

Auf dieser Seite haben wir nähere Informationen zu einigen Themen rund um die stille Beteiligung zusammengestellt. Selbstverständlich können wir hier nur Ausschnitte bestimmter Problemkreise darstellen. Auch kann diese Seite eine ausführliche, auf den konkreten Einzelfall zugeschnittene Rechtsberatung nicht ersetzen. Falls Sie sich als stiller Gesellschafter an einem Unternehmen beteiligt haben und Sie sich unsicher sind, ob diese Investition tatsächlich Ihren persönlichen Bedürfnissen und finanziellen Möglichkeiten entspricht, empfehlen wir Ihnen, die Beratung eines spezialisierten Rechtsanwaltes in Anspruch zu nehmen.

Wenn sie nähere Informationen wünschen, freuen wir uns, Ihnen weiterzuhelfen.

Die stille Gesellschaftsbeteiligung ist wie fast jede Art der Geldanlage nicht frei von Risiken. Jeder Versuch der Gewinnerzielung setzt notwendigerweise den Einsatz finanzieller Mittel voraus und birgt damit das Risiko wirtschaftlicher Rückschläge. Ein besonderes Risiko einer stillen Beteiligung ist das sogenannte „Schlüsselpersonen-Risiko“. Dieses hängt eng zusammen mit dem Risiko einer ungünstigen Geschäftsentwicklung, an deren Ende ein Totalverlust stehen kann. Nicht selten droht dem stillen Gesellschafter in diesem Zusammenhang auch die Aberkennung der für die steuerliche Geltendmachung von Verlusten erforderlichen Gewinnerzielungsabsicht durch die Finanzbehörden. Weitere Unwägbarkeiten ergeben sich aus dem Umstand, dass häufig im Zeitpunkt des Beitritts die Unternehmensstrategie noch gar nicht feststeht.

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Anbieter

Viele stille Gesellschaftsbeteiligungen verlaufen für die stillen Gesellschafter erfreulich. Nach unseren Erfahrungen gibt es allerdings auch einzelne Anbieter, die das Vertrauen in ihre Geschäftsstrategie und damit auf eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung nicht rechtfertigen. In einigen Fällen ist uns eine ungünstige Geschäftsentwicklung bereits bekannt. Den stillen Gesellschaftern solcher Anbieter drohen empfindliche wirtschaftliche Rückschläge. Sie sollten sich frühzeitig über Möglichkeiten eines vorzeitigen Ausstiegs aus der Gesellschaft und über die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen informieren.

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